Neue Kauffahrtei Chemnitz

Die Gewerbeimmobilie Neue Kauffahrtei Chemnitz vereint moderne, nach Mieterwunsch ausbaubare Mietflächen für Büronutzung, Produktion, Forschung und Entwicklung sowie Verwaltung in einer historischen Fassade, ergänzt durch moderne Architektur, großzügige Freiflächen und ausreichend Parkflächen. Eine Galerie im lichtdurchfluteten Haupthaus zeigt wechselnde zeitgenössische Ausstellungen.

Die Neue Kauffahrtei liegt im Stadtteil Altchemnitz in direkter Nachbarschaft zum VW-Werk Chemnitz.
Im Gewerbepark Neue Kauffahrtei treffen moderne Innenarchitektur, funktionale, qualitativ und technisch hochwertige Ausstattung auf eine historische Hülle. Dadurch werden optimale Standortvoraussetzungen für Produktion, Dienstleistung, Aus- und Weiterbildung sowie Forschung und Entwicklung geschaffen. Am Standort sind beispielsweise das Sächsische Landessozialgericht, die FAW Fortbildungsakademie der Wirtschaft gGmbH, die Siemens Professional Education, die DAA Deutsche Angestellten-Akademie GmbH, die ibs Automation GmbH, die Werkzeugbau Hartmann GmbH und die WBS Training AG ansässig. Die Neue Kauffahrtei verfügt auf dem etwa 47.000 m² großen Grundstück über eine Gesamtmietfläche von rund 30.000 m² und über 800 Parkplätze.

Neue Kauffahrtei Chemnitz, Foto: Bertram Kober, punctum
Innenhof der Kauffahrtei, Foto: Bertram Kober, punctum

Geschichte der Kauffahrtei in Chemnitz

1923

Die Kauffahrtei als Handelszentrale der in Hamburg ansässigen „Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Consumvereine m.b.h. – GEG“ nimmt ihren Betrieb auf. Die Immobilie beherbergt u.a. eine Mostrichfabrik, diverse Lagerflächen für Kolonial-, Textil- und Schuhwaren, eine Ölabfüllerei, eine Linsenbearbeitungsanlage sowie eine Kaffeerösterei.

Ansicht 1921 Neue Kauffahrtei

1929-1930

Die Dreiflügelanlage wird geschlossen, die Mostrichfabrik in neue Räume verlegt und ein neues Lagergebäude für Hausstandsartikel errichtet, da der Vorgängerbau durch einen Brand vernichtet worden war. Ein Kontorhaus und eine Fleischwarenfabrik kommen hinzu. Die GEG-Beschäftigten erhalten ein Wohlfahrtsgebäude mit Küche, 50 Wannen- und Brausebädern, Unfallstation und Aufbewahrungsräumen für Fahr- und Motorräder. Im Wohlfahrtsgebäude befindet sich auch die zentrale Fernheizung für die gesamte Niederlassung.

Ansicht 1930 Neue Kauffahrtei

1929-1930

Die Dreiflügelanlage wird geschlossen, die Mostrichfabrik in neue Räume verlegt und ein neues Lagergebäude für Hausstandsartikel errichtet, da der Vorgängerbau durch einen Brand vernichtet worden war. Ein Kontorhaus und eine Fleischwarenfabrik kommen hinzu. Die GEG-Beschäftigten erhalten ein Wohlfahrtsgebäude mit Küche, 50 Wannen- und Brausebädern, Unfallstation und Aufbewahrungsräumen für Fahr- und Motorräder. Im Wohlfahrtsgebäude befindet sich auch die zentrale Fernheizung für die gesamte Niederlassung.

1940

Zur Zeit des Nationalsozialismus wird die GEG mit ihren Handelseinrichtungen und Produktionsstätten – wie die Konsumgenossenschaften insgesamt – der Deutschen Arbeitsfront unterworfen.

1946-1954

Mit Befehl Nr. 176 der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) wird die Grundlage für den Wiederaufbau der Konsumgenossenschaften in der Sowjetischen Besatzungszone geschaffen. 1946 gibt es bereits wieder mehr als 200 Konsumgenossenschaften mit über 1 Million Mitgliedern.

Durch SMAD-Befehl und Sächsischen Volksentscheid wird dem „Verband Sächsischer Konsumvereine – VSK“ 1946 die GEG-Handelsniederlassung mit Malzkaffee-, Mostrich- und Essigfabrik übereignet.

1954 erhält die Kauffahrtei als Handelsniederlassung ihre rechtliche Selbstständigkeit und wird unter der Bezeichnung „KONSUM-Handelsniederlassung Karl-Marx-Stadt“ dem 1949 gegründeten „Verband Deutscher Konsumgenossenschaften – VDK“ (heute: Zentralkonsum eG) zugeordnet.

SMAD Befehl Nr. 176

1959-1976

Die Kauffahrtei wird aufgrund der verkehrsgünstigen Lage Standort für die Versandhandels-Zentrale der Konsumgenossenschaften „Konsum-Versandhandel Karl-Marx-Stadt“ (später: konsument-Versandhaus). 1961 nimmt der Konsum-Versandhandel seine Tätigkeit in der Kauffahrtei auf. Von Beginn an stützt er sich „auf die Erfahrungen im volkseigenen Versandhaus Leipzig und des westdeutschen Versandhandels der GEG“.

1976 wird der Versandhandel in der DDR wegen der nicht mehr ausreichenden Warendecke eingestellt.

Katalog Konsument Versandhandel

1990

Nach dem politischen und wirtschaftlichen Umbruch 1990 werden viele Betriebe geschlossen. Veraltete Ausstattungsstandards und das schwierige wirtschaftliche Umfeld in Chemnitz führen zu Leerstand in der Immobilie.

1998-1999
Die umfangreiche und denkmalgerechte Sanierung des heutigen Gewerbeparks beginnt: Das vierflüglige Hauptgebäude wird entkernt und neu aufgebaut und 1999 feierlich wiedereröffnet.

2000
Das ehemalige Wirtschafts- und Sozialgebäude wird saniert und umgebaut.

Beginn der Sanierungsarbeiten

2003

Das neue Pförtnergebäude an der Zufahrt Johann-Esche-Straße wird eingeweiht.

Bis heute werden die Mietflächen und Gebäude nach Mieterwunsch und Bedarf aus- und umgebaut.

Die Kauffahrtei hat sich zu einem lebendigen Gewerbepark entwickelt und bietet auf über 30 000 m² attraktive Mietflächen.

Tor zur Neuen Kauffahrtei